Herzlich Willkommen

Niemand ist frei, der nicht über sich selbst Herr ist.

Matthias Claudius

© Claudius-Ensemble 

Claudius-Ensemble, Juli 2009                                     Foto by Agentur Kröger
Claudius-Ensemble, Juli 2012                                     Foto: Armin Paul-Prößler
 Matthias Claudius 15. August 1740 bis 21. Januar 1815 Deutscher Dichter und Journalist  
Claudius-Ensemble, Juli 2012                                     Foto: Armin Paul-Prößler
Der Mensch Empfangen und genähret Vom Weibe wunderbar Kömmt er und sieht und höret Und nimmt des Trugs nicht wahr, Gelüstet und begehret Und bringt sein Tränlein dar, Verachtet und verehret, Hat Freude und Gefahr, Glaubt, zweifelt, wähnt und lehret, Hält nichts und alles wahr, Erbauet und zerstöret Und quält sich immerdar, Schläft, wachet, wächst und zehret Trägt braun und graues Haar. Und alles dieses währet, Wenn's hoch kommt, achtzig Jahr. Denn legt er sich zu seinen Vätern nieder, Und er kömmt nimmer wieder.

Der Namensgeber des Ensembles

Am 15. August 1740 wurde der deutsche Dichter und Journalist Matthias Claudius als vierter Sohn des Pastors Matthias Claudius und

dessen zweiter Ehefrau Maria in Reinfeld (Holstein) geboren. Nach einer Gelehrtenschule in Plön studierte er in Jena zunächst

Theologie, später Jura, bevor er 1764/65 Sekretär des Grafen Holstein wurde.

Ab 1768 engagierte er sich in Zeitungen, zunächst zwei Jahre als Mitarbeiter zweier Blätter in Hamburg, von 1771 bis 1775 als Heraus-

geber und einziger Redakteur des "Wandsbecker Bothen", dessen Literaturbeiträge bis heute hohes Ansehen genießen. Neben eigenen

Artikeln, oft unter dem Pseudonym "Asmus" veröffentlicht, finden sich Beiträge von Goethe, Lessing, Klopstock u. v. m. Allerdings wurde

er entlassen, weil aufgrund politischer Vorzensur zu geringe Auflagezahlen erreicht werden konnten. Daraufhin vermittelte ihn sein

Freund Johann Gottfried Herder als Oberlandeskommissar nach Darmstadt. Ab 1777 arbeitete Claudius als freier Schriftsteller im

norddeutschen Wandsbeck.

Neben seiner umfangreichen volksliedhaften Lyrik (darunter das von Franz Schubert vertonte "Der Tod und das Mädchen"), sind bis

heute seine Briefe und die mehrbändige Textsammlung "Asmus omnia sua secum portans" (oder "Sämtliche Werke des Wandsbecker

Bothen") zu u. a. religiösen, politischen und literarischen Themen bekannt.

Am 21. Januar 1815 starb Matthias Claudius in Hamburg.

Herzlich Willkommen Foto: Jan Pauls Fotografie, Berlin